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25.07.2013 Kategorie: Kettenverträge

Immer mehr Klagen gegen Kettenverträge erfolgreich


Vertretungslehrer müssen unbedingt 3-Wochen-Frist beachten

Wittlich. Befristete Arbeitsverträge bilden nicht nur den Hemmschuh für die angestrebte Karriere, sie verhindern auch eine langfristige Lebens- und Familienplanung. Besonders junge Lehrer hangeln sich oft von einem befristeten Vertrag zum nächsten und stehen zur Sommerzeit mit Hartz IV auf der Straße. Das muss nicht mehr sein.

Urteile des Bundesarbeitsgerichts und des rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgerichts haben inzwischen den Weg frei gemacht für Klagen betroffener Lehrer. Anwaltskanzleien berichten von einer erheblichen Anzahl erfolgreicher Entfristungen allein in den vergangenen Wochen. Darunter befand sich mancher Extremfall. So unterrichtete eine Lehrerin seit zwölf Jahren in wechselnden befristeten Verträgen Mathematik und Chemie.

Zahlreiche Entfristungen in den vergangenen Wochen

Häufig kennen die Vertretungslehrer die Kollegen nicht, die sie vertreten sollen. Oft sind sie in anderen Schulen eingesetzt als in den vereinbarten, unterrichten andere Fächerkombinationen und müssen sich außerdem mehr als das Stammpersonal engagieren, um den Schulleitern positiv aufzufallen. Sie übernehmen Sonderaufgaben wie Klassenfahrten und Wandertage. Trotz dieses Drucks gehen sie häufig sogar krank zur Schule. Die kürzlich aufgestellte Behauptung der Mainzer Landesregierung, bei befristeten Verträgen handele es sich stets um Bedarfsvertretungen, erweist sich in der Praxis als falsch.

Betroffene Vertretungslehrer müssen unbedingt die geltende 3-Wochen-Frist beachten. Für das Beispiel Rheinland-Pfalz bedeutet dies: Die Ferien begannen am 5. Juli; bis spätestens 26. Juli müssen Lehrer Klage gegen ihre Verträge einreichen, um ihre Chancen auf einen dauerhaften Arbeitsvertrag zu wahren.


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